14. Juni 2025 – Weit über meinen Vorstellungen…
Die Einladung kam überraschend und umso schöner zugleich: Ich dürfe mit der Firma SECA Holzwelt hoch hinaus – der Großglockner war heuer auserkoren, Kunden und Freunde zusammen zu bringen, die Zusammenhörigkeit hervorzuheben und Einmaliges zu erleben. Und ich darf dabei sein! Im allerersten Moment war ich unschlüssig: Höhenangst, keine Alpinerfahrung, Ironman Klagenfurt-Wochenende (und ich wollte unbedingt an der Strecke stehen, um „meine“ Athleten zu betreuen).
Schnell wurden mir alle Sorgen und Überlegungen genommen: Erfahrene Bergführer sorgen für Sicherheit, meine Kondition sei mehr als ausreichend und am Samstag Abend bin ich pünktlich zurück für meine Athleten. Was ich denn nachdenken würde? fragte mein Mann Tom: Das würde mir doch sicher mächtig Spaß machen, mich bereichern und ein Abenteuer sein, das ich so nie mehr bekäme. Recht hatte er! Lang hat es nicht gedauert – und ich habe zugesagt.
Zur Vorbereitung habe ich gleich einmal einen Klettersteig Kurs gebucht. Damit ich mich ein bisschen besser mit der Höhe und ausgesetzten Stellen auseinander setze. Ich war verblüfft, wie gut es ging, mir aber sicher, dass ich solche Passagen wohl nicht haben werde (weit gefehlt). Ich habe eine Reportage angesehen und war mir sicher, dass es sich hierbei um den anderen schwierigen Weg handle, weil so etwas würde ich nie können (auch weit gefehlt) und so bin ich schlussendlich am Vorabend auf der Stüdlhütte erstmals mit Steigeisen in Kontakt gekommen.
Ja was soll ich sagen: Nie im Leben hätte ich mir das so schwierig vorgestellt. Nie im Leben hätte ich mir das zugetraut. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass für mich so etwas möglich ist. Und nie im Leben hätte ich gedacht, dass es so wunderschön ist.
Was für ein Erlebnis! Schritt für Schritt. Angst hatte ich eigentlich keine. Dafür war keine Zeit. Konzentration, Fokus. Immer weiter. Glänzende Arbeit der Bergführerin, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe. Und viel Rücksicht von meinen beiden männlichen Begleitern in der Seilschaft. Ich glaube, von Höhenangst brauche ich jetzt nicht mehr sprechen. Aber von Mut. Und von unvorhersehbaren Möglichkeiten. Von mentalen Fähigkeiten und von Stolz. Ja, ich war wirklich sehr stolz, dass ich das geschafft habe (Ihr müsst euch vorstellen: runter muss man ja auch wieder!)
Mir bleibt nur eins: Danke an Dich, Serafin, dass du mir das möglich gemacht hast, an mich geglaubt und mir das zugetraut hast. Es war einzigartig!